Der Ortsverband Zabergäu B‘90/Die Grünen hat am 16. September 2019 in seiner Hauptversammlung einstimmig einen neuen Vorstand gewählt. Wolfram Heller aus Hausen ist 1. Vorsitzender und wird unterstützt von Lutz Speidel-Flache (2.Vorstand) und Jürgen Sauer (Kassierer), beide aus Brackenheim.

Annerose Wolf trat als Vorsitzende auf Grund eines Wohnortwechsels nicht mehr an. Sie wurde für ihr jahrelanges Engagement im Ortsverband und darüber hinaus geehrt.  Außerdem wurde Friederike Wilhelm und Jürgen Sauer für ihre 25-jährige Mitgliedschaft und ihren steten Einsatz in den verschiedensten Gremien und Ämtern bei den Grünen gedankt.

Nach Berichten aus dem Kreistag und dem Brackenheimer Gemeinderat kam es zu einer heftigen Diskussion über das Volksbegehren „Rettet die Bienen“, das ab 24. September von der Bevölkerung unterschrieben werden darf. Es bestand Einigkeit, dass die Zielsetzung des Begehrens richtig ist. Unklar waren allerdings die Konsequenzen und die Umsetzung vor allem in der landwirtschaftlichen Praxis. Darf in Schutzgebieten keinerlei Pflanzenschutz stattfinden, oder sollen nur chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel untersagt werden? Wer kauft in Zukunft die heimischen landwirtschaftlichen Produkte, wenn Sie durch die Gesetzgebung des Volksbegehren deutlich teurer werden? Ist Artenschutz eine rein landwirtschaftliche Aufgabe? Diese und noch einige andere Fragen ließen etliche Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu der Überzeugung kommen, dass der Text in dieser Form nicht unterzeichnet werden kann. Allerdings wurde insgesamt der angestoßene gesellschaftliche Diskurs begrüßt!   Die Grünen im Zabergäu hoffen, dass die vielen offenen Fragen noch geklärt werden und in Teilbereichen Anpassungen möglich sein werden, damit das im Kern absolut richtige Anliegen, die Artenvielfalt zu erhalten und die Lebensgrundlagen für Insekten und andere Tiere zu verbessern, erfolgreich in Gesetzesform gegossen werden kann.       

Spatenstich zum Schlosshotel und zur Weinzeit

Die Freude war groß, dass am 09. September 2019 zum offiziellen Baustart ca. 100 Personen sich im Brackenheim Schloss versammelten, um zuerst einmal von Herrn Kieser ausgeführt, die 12 Jahre lange Planungszeit zur Weinzeit im Schloss rückblickend zu betrachten. Die Umgestaltung und Erweiterung im und am Schloss, soll nicht nur den Weinbau und den Tourismus fördern, sondern auch die städtische Entwicklung voranbringen. Geplant sind neben der Weinzeit, 38 Hotelzimmer, ein Restaurant mit bis zu 60 Sitzplätzen und eine Vinothek. 

Unsere Themen für die Gemeinderatsarbeit

Unsere Ziele

Wir stehen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und für Nachhaltigkeit in den Bereichen Natur & Wirtschaft. 

Gesellschaftlicher Zusammenhalt

Teilhabe für alle (d.h. für alle Bevölkerungsgruppen)

a.      Freies WLAN in der Innenstadt (auch in den Teilorten an zentraler Stelle)

b.      Kinder-, Jugend- und Familienarbeit (von Kirche, Vereine und Kommune)

c.      Erziehung, Bildung, Förderung (staatliche, Vereine & Co. und kirchliche Einrichtungen)

d.      Seniorenarbeit (für die Anliegen der Senioren da sein)                          

Medizinische Versorgung

a.      Kooperation der Zabergäugemeinden im Hinblick auf die medizinische Versorgung (Ärzteansiedlung, Nachfolgeregelung und Notfallversorgung)

b.      Unterstützung des Fördervereins Gesundheitsvorsorge Zabergäu und Umgebung e.V.            

Integration von Zugezogenen ohne und mit Migrationshintergrund und jeglichen Benachteiligten

a.      Neubürgerempfang

b.      Unterstützung von gemeinnützigen Projekten (Familienpartner, Altes Dekanat)

c.      Unterstützung des Integrationskreises personell und bei einzelnen Projekten                          

Förderung von Vereinen und Ehrenamt (soziale Herzkammer der Stadt) 

Förderung des sozialen Wohnungsbaus - nähere Ausführung siehe unten beim Thema Wohnungsbauförderung        

 

Natur & Ökologie

Weiterentwicklung des ökologischen Leitbildes der Stadt Brackenheim

Nachhaltiger Ressourcenverbrauch

a.      Ausbau von Naturschutz und Landschaftspflege

b.     Nachhaltige Entwicklung des Flächenverbrauchs und Stopp der Versiegelung der Landschaft

c.      Neue Flächen nur für Geschosswohnungsbau

d.     Realisierung von Ausgleichsmaßnahmen durch Extensivierung der landwirtschaftlichen Produktion. (z.B. Verzicht auf Pestizide, Lerchenfenster, Umstellung auf Ökolandbau,)

e.     Unterstützung des bestehenden Förderprogramms der Stadt Brackenheim für ökologische Maßnahmen in der Flur  

Schutz des Grundwassers und der Oberflächengewässer

a.      Überwachung der Wasserqualität unserer Oberflächengewässer  

Aufbau einer nachhaltigen Infrastruktur

a.      Einhaltung bzw. Weiterentwicklung des Stadtentwicklungsplanes unter Berücksichtigung des ökologischen Leitbildes  

Erhalt und Unterstützung der Stelle des Klimaschutzmanagers

a.      für Energieeinsparungen bzw. Effizienzsteigerungen und den Umstieg auf erneuerbare Energien in städtischen Gebäuden

b.      Förderung ökologischer Maßnahmen für Private, Gewerbetreibende und Unternehmen

Planungsunterstützung des Klimaschutzmanager bei dezentralen Energieprojekten  

- z.B. Photovoltaik oder gemeinsame Heizanlage in einem Wohnviertel    

Entwicklung eines nachhaltigen Mobilitätskonzeptes unter Einbeziehung aller Mobilitätsformen

Wir fordern:

a.      Zabergäubahn

b.      Stadtbus

c.      Förderung des ÖPNV

d.      Aufbau einer Lade-Infrastruktur für die Elektromobilität

e.      Park and Ride für Fahrräder mit Aufladestationen

f.        Ausbau des Fahrradwegenetzes unter Berücksichtigung der zentralen und überregionalen Verkehrsknoten

g.      direkte Fahrradwege zu Haltestellen des ÖPNV

h.      Rufbus, bzw. Ruftaxi (autonom?!)

Ausbau des ökologischen Landbaus

a)      Verpachtung städtischer Flächen vorrangig an Biobetriebe  

Förderung des Vertriebs von regionalen Produkten

a.      regionales Essen in städtischen Einrichtungen (z.B. Mensa)  

Entwicklung einer Fair-Trade-Stadt

a.      Angebot von Kaffee aus fairem Handel in städtischen Einrichtungen

b.      Engagement der Stadt dafür, dass in Geschäften, bei Floristen sowie in Cafés und Restaurants Produkte aus fairem Handel angeboten werden.

c.      Kriterien für die Vergabe des Zertifikates: eine von der Größe der Gemeinde abhängige Anzahl von Einzelhandels- und Gastronomiebetrieben muss die Bedingungen erfüllen  

Brackenheim soll klimaneutrale Kommune werde

Ziel ist es, den Strom- und Wärmebedarf sowie den Energiebedarf für Mobilität langfristig deutlich zu reduzieren oder sogar CO2 -neutral bereitstellen zu können durch

·        Einsatz von regenerativen Energien

·        Einsatz von Kraft-Wärme-Kopplungen auch zur thermischen Kühlung

·        Maßnahmen zur Energieeinsparung und Effizienzsteigerung

·        Einführung von Energiedatenmanagementsystemen und energetischen Quartierskonzepten      

Langfristiges Ziel muss es sein bei allen Prozessen den Ausstoß von Treibhausgasen teilweise oder ganz zu reduzieren oder durch negative Emissionen (z.B. Grünanlagen) vollständig zu kompensieren         

Keine Freiland-PV-Anlagen auf landwirtschaftlichen Nutzflächen mit mehr als 10 Bodenpunkten

a.      Bereitstellung von städtischen Dächern und Fassaden für PV- Anlagen

b.      Anreize schaffen, damit gewerbliche und private Dächer und Fassade zu diesem Zweck vermietet werden.  

 

Wirtschaft

Stärkung des lokalen Einzelhandels durch

a.      z.B.  Stadtbusse

b.      Ansiedlung eines Lebensmittelgeschäftes im Kernbereich der Innenstadt

c.      aktive Gewinnung von weiteren Beschickern des Wochenmarktes

d.      freies WLAN in der Innenstadt (auch in den Teilorten an zentraler Stelle)   

Unterstützung bei der Erhöhung bestehender Gebäude zur Reduzierung des Flächenverbrauchs

Innerörtliche Flurbereinigungsverfahren zur besseren Ausnutzung der Bauflächen (Hausen, Dürrenzimmern)   

Wohnungsbauförderung

a.      Familienrabatt auf Baulandpreis nur bei Geschosswohnungsbau

b.      Preisreduzierte Bauflächen für sozialen Wohnungsbau   

Ausbau der interkommunale Zusammenarbeit im Bereich der Daseinsvorsorge z.B.

a.      durch Gründung einer interkommunalen Wohnbaugesellschaft für das Zabergäu mit Angeboten für sozialen und bezahlbaren Wohnraum  

b.       Neuorganisation der Abwasserreinigung im Zabergäu mit einer vierten Reinigungsstufe

c.      Vernetzung der Trinkwasserversorgungen im Zabergäu für Notfallsituationen

d.      Aufbau einer dezentralen kommunalen Energieversorgung

e.      Ausbau eines leistungsfähigen Breitbandnetzes

f.        verstärkte Digitalisierung (Gründung von regionalen Apps)   

Förderung der Ansiedlung von innovativen Unternehmen

a.      Unterstützung bei der Sammlung von Risikokapital Ø  Förderung des nachhaltigen Tourismus         

 

Gesprächskreis Hausen

Ort: Feuerwehrmagazin Hausen

im: Vereinsraum

um: 19.00 Uhr

Sondersitzung - Wohnbauentwicklungskonzeption

Ort: Bürgersaal 

im: Brackenheimer Rathaus 

Uhrzeit: 19.00 Uhr

Mehr Bahn braucht das Land!

Kein Klimaschutz ohne Verkehrswende!

Verkehrspolitischer Abend mit Diskussion

Beginn: 19.30 Uhr  Ort: Lauffener Weingärtner EG, Im Brühl 48

Wie können attraktive Bahnangebote den Öffentlichen Verkehr stärken und zum Rückgrat der Verkehrswende werden? Welche Zukunftschancen gibt es etwa für die Reaktivierung von Zabergäu-und Bottwartalbahn?

Gerhard Schnaitmann, langjähriger Mitarbeiter der Nahverkehrsgesellschaft BW, spricht über Chancen und Möglichkeiten für den regionalen Bahnverkehr und die Wiederbelebung ehemaliger Bahnstrecken.

Matthias Lieb, VCD-Landesvorsitzender, erläutert die VCD-Kernforderungen für die Verkehrswende und berichtet über den Einsatz und die Ideen des VCD für ein attraktives und modernes Mobilitätsangebot im Land. 

Anschließend Fragen und Diskussion.

Hintergrund: Das Land BW untersucht derzeit 41 stillgelegte Bahnstrecken auf ihr Reaktivierungspotenzial, darunter auch die Zabergäubahn.

  • Welche Konzepte und Ideen gibt es für eine erfolgreiche Reaktivierung?
  • Welche Forderungen und Ideen hat der ökologische Verkehrsclub Deutschland VCD für eine erntsgemeinte Verkehrswende?

Moderne Hybrid-oder Batteriezüge bieten Chancen für eine Rennaissance der Bahn auch auf Strecken ohne elektrische Oberleitung. Auch der Ausbau für moderne Tram-Systeme bringt den Menschen mehr Mobiltiät, wie die Statdbahn HN anschaulich zeigt. 

Hauptversammlung des Ortsverbandes Zabergäu

Die Hauptversammlung des Ortsverbandes Bündnis 90/Die Grünen Zabergäu ist 

am 16. September 

um 19.30 Uhr 

im Ochsen in Frauenzimmern (Brackenheimer Str.51)

 

Einladung an alle Mitglieder und Interessierte.

 

Themen: 

Wahlen und Berichte aus den Gemeinderäten

Einladung zum Mitgestalten

Am 17. Juni 2019 treffen wir uns

um 19.30 Uhr

in der Pizzaria Toni

(Schießrainstraße 25, Brackenheim)

um uns mit den Aufgaben und unseren Projekten in Gemeinde- und Kreisrat auseinander zu setzen.

Wir laden alle, die Freude daran haben, Ihre Heimat mitzugestalten, ein und freuen uns auch über neue Gesichter.